Hallo Confi,
wie Du vielleicht schon gesehen hast, bin ich (und andere) anderer Meinung als bspw. "Eric.Ode".
Siehe hierzu auch den oben schon erwähnten link
http://kfz-auskunft.de/autoforum/ftopic3916.html
Warum auch solltest Du das angeben müssen?
Identische Ausstattung vorausgesetzt, ist ja der einzige Grund, den ein Käufer ins Feld führen könnte, die typisch deutsche "Errungenschaft" Neid&Missgunst.
Und, wie schon gesagt, eine Verpflichtung, dies anzugeben, käme einer Diskriminierung von Käufern eines EU-Neufahrzeugs gleich, d.h. derjenigen, die sich das Ihnen zustehende Recht nehmen, vom Binnenmarkt zu profitieren.
Genau das ist erklärtes Ziel der EU-Politik und -Gesetzgebung.
Dem entsprechend gibt es natürlich, entgegen dem, was Du "gehört" hast (von wem??), keine "gesetzliche Regelung".
Ganz im Gegenteil: es gibt gesetzliche Regelungen" (Details wären jetzt zu aufwändig), die Dir erlauben, die Importeigenschaft nicht anzugeben.
Ich weiß, dass ein solcher Rat, insbesondere für Nicht-Insider, etwas gewagt ist, ich würde Dir aber empfehlen, es drauf ankommen zu lassen und ggf. (wenn der Käufer hinterher meckert) den EUGH anrufen.
Dafür ist er schließlich da.
Ist natürlich alles einfacher, wenn man eine Rechtschutzvers. hat.
Gebrauchte "Re-Importe" (besser: "EU-Importe", weil nicht jedes Auto in Deutschland produziert wird) sind oft billiger,
natürlich nicht weniger wert, natürlich gibt es keine "pauschale Wertminderung" und, wie gesagt, schon gar keine "gesetzlichen Bestimmungen". Und wenn es sie gäbe, verstießen sie gegen EU-Recht und wären unwirksam.
Die als rückständig und langsam bekannten Deutschen werden allerdings die letzten sein, die das verstehen werden. Einige Zeit nach den Usbeken und lange Zeit nach den Rumänen...
Wenn Du, um auf Deine letzte Frage einzugehen, ein sehr gesuchtes Mercedes-Modell hast, sagen wir mal einen SL kurz nach der Neuvorstellung, ist es völlig wurscht, ob der in Deutschland, Norwegen oder Takatukaland ausgeliefert wurde, sofern Takatukaland zur EU gehört.
Du kriegst einen Bombenpreis dafür.
Das war übrigens bei sehr gesuchten Modellen immer schon so, auch vor zwanzig Jahren.
Ein neu vorgesteller SL, auch wenn er aus Italien importiert wurde, konnte zu Anfang seiner Modellkarriere immer schon über Listenpreis wieder verkauft werden.
KIA ist vielleicht ein noch besseres Beispiel: wenn Du vor, sagen wir einem Jahr, einen Sorento CRDI zum Verkauf angeboten hast, konntest Du den deutschen Listen-Neupreis dafür erzielen, teilweise mehr.
Die Lieferzeit für dieses überflüssige Angeberauto lag nämlich bei einem Jahr. Und das bedeutet in der Marktwirtschaft: hohe Preise.
Wolltest Du einen KIA Sephia (ich glaub', so heißt das grauenvolle Gefährt) gebraucht verkaufen, machtest Du damit immer einen gigantischen Verlust, egal ob der ein zwei, drei, fünf oder hundert Jahre alt war und wenn der aus Belgien importiert war, war es bei der Struktur der Sephia-Gebrauchtwagenkäuferschaft sicherlich gut möglich, einen noch größen Verlust zu machen.
Es kommt nämlich ganz entscheidend immer auch auf die spezies der Käufer an.
Wer, etwas vereinfach ausgedrückt, einen gebrauchten KIA Sephia kauft, ist blöd. Wer so blöd ist, wird auch nicht verstehen, dass ein Auto nicht deswegen schlechter ist, weil es in Liége statt vierzig km weiter östlich in Aachen (Padborg statt Flensburg, Innsbruck statt Garmisch etc.) ausgeliefert wurde, auch wenn die Dänen 180% Steuern zahlen und die Deutschen gar keine. Diese Zusammenhänge sind dem Käufer des gebrauchten Sephia zu verwirrend...
Einer unserer Kunden hat gerade seinen im Juli 2004 neu gekauften Touran TDI mit einem "Verlust" von € 260.- verkauft.
So geht das. Und so machen das viele unserer Kunden.
Geht natürlich nicht mit einem KIA Sephia.
Wenn Du mal mitteilst, um welches Auto es bei Dir geht, kann man Dir vielleicht etwas mehr dazu sagen..
Gruß
Insider