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Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen – lohnt sich eine anonyme Risikovoranfrage?

Verfasst: 20.10.2026, 09:50
von Mustermo
Ich möchte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, um mein Einkommen abzusichern, falls ich aus gesundheitlichen Gründen irgendwann nicht mehr in meinem bisherigen Beruf arbeiten kann. Allerdings hatte ich in den vergangenen Jahren einige gesundheitliche Beschwerden und musste deshalb mehrfach zum Arzt, weshalb ich befürchte, dass meine Vorerkrankungen bei der Antragstellung zu Problemen führen könnten. Besonders unsicher bin ich, ob ich direkt bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften Anträge stellen sollte oder ob es eine Möglichkeit gibt, meine Chancen auf einen Vertragsabschluss zunächst unverbindlich prüfen zu lassen.

Hat jemand Erfahrungen mit einer anonymen Risikovoranfrage bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung gemacht, und kann mir erklären, wie diese funktioniert und ob sie bei Vorerkrankungen wirklich sinnvoll ist?

Re: Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen – lohnt sich eine anonyme Risikovoranfrage?

Verfasst: 20.10.2026, 12:05
von BeautyLiz
Ich würde dir bei bestehenden Vorerkrankungen auf jeden Fall empfehlen, zunächst eine anonyme Risikovoranfrage durchführen zu lassen, bevor du einen verbindlichen Versicherungsantrag stellst. Der Vorteil besteht darin, dass verschiedene Versicherungsgesellschaften deine gesundheitliche Vorgeschichte vorab einschätzen können, ohne dass du unmittelbar einen regulären Antrag mit deinen persönlichen Daten einreichen musst.

Eine hilfreiche Erklärung findest du bei der UFKB im Beitrag über die anonyme Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung, in dem ausführlich beschrieben wird, wie solche Voranfragen ablaufen und welche Vorteile sie bei gesundheitlichen Vorerkrankungen bieten können. Dort werden auch Praxisbeispiele vorgestellt, die zeigen, dass verschiedene Versicherer dieselben Erkrankungen teilweise sehr unterschiedlich bewerten und entsprechend unterschiedliche Entscheidungen hinsichtlich Annahme, Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen treffen.

Besonders wichtig ist meiner Meinung nach, dass sämtliche relevanten Diagnosen, Behandlungen und Beschwerden innerhalb der abgefragten Zeiträume vollständig und nachvollziehbar dokumentiert werden. Außerdem würde ich darauf achten, dass die Ergebnisse der Risikovoranfragen möglichst schriftlich vorliegen, damit du die Einschätzungen der einzelnen Versicherer später zuverlässig vergleichen kannst.

Eine anonyme Voranfrage garantiert zwar keinen späteren Vertragsabschluss zu denselben Bedingungen, kann dir aber helfen, unnötige formelle Ablehnungen zu vermeiden und geeignete Versicherer gezielter auszuwählen. Ich würde deshalb einen auf Berufsunfähigkeitsversicherungen spezialisierten Makler hinzuziehen, der deine Gesundheitsangaben sorgfältig aufbereitet und neben den Annahmebedingungen auch die tatsächlichen Versicherungsleistungen berücksichtigt.

Quelle: https://www.ufkb.de/blog/risikovoranfrage-bu-du