Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

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Prince of Denmark
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Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von Prince of Denmark » 16.02.2008, 17:41

Wie die Netzeitung berichtet, sollen Führerscheinbehörden bald die Möglichkeit erhalten, Fahrerlaubnisse, die im Ausland erteilt wurden, nicht mehr anerkennen zu müssen. Dies soll eintreffen, wenn die Fahrerlaubnis im Heimatland entzogen wurde und zur Neuerteilung eine MPU angeordnet wurde. Wenn dann eine Fahrerlaubnis im Ausland gemacht wird, können die Behörden annehmen, der Inhaber habe die medizinisch-psychologische Untersuchung in Deutschland umgehen wollen. Zum anderen dürfe der Aufnahmestaat den Ausstellungsstaat zur Prüfung der Gültigkeit der erteilten Fahrerlaubnis auffordern, um zu erkennen, ob der Führerscheininhaber zum Zeitpunkt der Erteilung tatsächlich einen Wohnsitz im Ausstellungsstaat hatte. Dies war bislang nicht möglich.

Außerdem soll der Ausstellungsstaat prüfen, ob sich der Inhaber der Fahrerlaubnis einer ärztlichen Untersuchung unterzogen hat, deren Niveau dem des medizinisch-psychologischen Tests vergleichbar ist.

Quelle: Autogazette.de
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Beitrag von twingi 02 » 11.05.2008, 10:28

Hallo,
wenn in Deutschland eine MPU angeordnet wird, darf die Person hier nicht fahren, schon gar nicht während der Sperrfrist.Ganz egal wo der Schein erworben wurde. Ein Ärztliches Gutachten welches einer MPU ähnelt kenne ich nicht,da das zwei völlig verschiedene Dinge.Kein Alk.keine Drogen dann ist das ÄG ein Klacks,die MPU noch lange nicht. MfG twingi . :shock:
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Eicker
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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von Eicker » 12.02.2009, 09:16

Seit 19.01.2009 ist es amtlich: Alle danach erworbenen EU-FS werden bei Vorliegen bekannter Probleme in der BRD nicht mehr anerkannt. Seitdem tritt auch wieder der Tatbestand des "Fahrens ohne Fahrerlaubnis" an, der i.d.l.J. der Rechtsunsicherheit nicht galt. Somit ist -muss man auch mal sagen- den Personen mit Alkohol- und Drogenproblemen die Umgehung der MPU nicht mehr möglich. Und das dient derer und unserer aller Sicherheit..................
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die 2-Jahres-Regelung bei Nichtbesitz der Fahrerlaubnis ist seit dem 31.10.2008 ersatzlos abgeschafft worden. Damit gilt: Wer bei Entzug der FE länger als 24 Monate bis zur Wiederteilung -z.B. infolge erst danach erreichter positiver MPU- benötigte, braucht die theoretische und praktische Prüfung nicht mehr abzulegen.
Um Fragen zuvorzukommen: 10 und mehr Jahre seit letztem Delikt vergangen; unauffällig geblieben und nie einen Versuch zur Wiedererlangung der FE unternommen bedeutet: Antrag stellen bei der FEB, keine MPU, keine Prüfung, FE abholen und artig danke sagen.

Noch Fragen?
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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von Prince of Denmark » 12.02.2009, 09:36

Eicker hat geschrieben:Seit 19.01.2009 ist es amtlich: Alle danach erworbenen EU-FS werden bei Vorliegen bekannter Probleme in der BRD nicht mehr anerkannt.

Noch Fragen?

Und ob :) wie werden denn "bekannte Probleme" definiert?

Folgendes Szenario: Ein deutscher Führerscheininhaber hat zB 18 Punkte, ist aber nicht mehr in der Probezeit. Strafzettel, Bußgelder usw. zahlt der Mensch gern, möchte aber die Fahrerlaubnis nicht verlieren. Da findet er das angeblich legale Angebot einer Fahrschule in Polen (kann man zu Fuß von der Grenze erreichen). Die besorgen auch einen angeblichen Wohnsitz dort. Nach Ablauf der 185 Tage gibt er seinen in Deutschland erteilten Führerschein zurück, macht die Prüfung in Polen und erhält einen polnischen Führerschein. Der Kandidat fühlt sich nun sicher auf deutschen Straßen, da er zwar gern die Bußgelder zahlt für zu schnelles Fahren, Rotlichtverstoß usw., die deutschen Behörden aber den polnischen Führerschein aus hoheitlichen Gründen nicht einziehen dürfen und auch keine MPU anordnen dürften. Wie gesagt, es gab zuvor noch keine Alk- oder Drogenprobleme und es wurde noch keine MPU angeordnet. Der alte Führerschein wird freiwillig zurückgegeben, es gibt also nur noch die in Polen ausgestellte Fahrerlaubnis. Hauptwohnsitz ist Deutschland, in Polen wird ein angeblicher Nebenwohnsitz unterhalten. Die Fahrschule kümmert sich auch komplett um diese Formalitäten. Vermutlich nicht direkt sondern über Dritte.

Schützt einen ein solches Vorgehen tatsächlich vor Entzug der FE oder gar MPU?
Grüße, PoD

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Eicker
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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von Eicker » 07.07.2009, 12:50

Hallo, PoD.

Gute Frage; aber ................ NEIN.
Ab dem 19.01.2009 ist die EU-FS-Sache endgültig vom Tisch.
Wer eine Versagung, Entziehung oder Verzicht der FE in D hat, kann mit einer im Ausland -auch rechtmässig erworbenen- FE hier in D nicht am StV teilnehmen.
Punkt.
Überall sonst in der Welt darf er aber.
Gruss aus dem sonnigen HH
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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von viking85 » 18.09.2009, 12:49

Ja Eicker hat vollkommen Recht. Ich muss sagen zum Glück für uns alle, dass das in dieser Form steht!

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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von twingi 02 » 20.06.2011, 04:10

Eicker hat geschrieben:Um Fragen zuvorzukommen: 10 und mehr Jahre seit letztem Delikt vergangen; unauffällig geblieben und nie einen Versuch zur Wiedererlangung der FE unternommen bedeutet: Antrag stellen bei der FEB, keine MPU, keine Prüfung, FE abholen und artig danke sagen.

Noch Fragen?
Hallo Eicker,
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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von W164_63 » 19.07.2011, 08:14

Ich muss auch sagen zum Glück! Ansonsten wäre das auch echt lächerlich und einen solchen Verkehrssünder muss man einfach ausbremsen können.

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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von twingi 02 » 27.07.2011, 23:55

W164_63 hat geschrieben:Ich muss auch sagen zum Glück! Ansonsten wäre das auch echt lächerlich und einen solchen Verkehrssünder muss man einfach ausbremsen können.
Auf jeden Fall erst einmal eine Zeit lang!
MfG twingi 02

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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von Milito » 07.04.2015, 14:37

Oh man, ich muss sagen, in Deutschland ist das Ganze mit der MPU usw einfach viel zu komplex. Sie sollten das einmal vereinfachen, in meinen Augen.

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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von Marco87 » 17.02.2016, 15:51

Ja was den bürokratischen Teil angeht schon, aber wie die Regelungen für / gegen Ordnungswidrigkeiten sind, finde ich es schon ganz ok - nur wenn Otto-Normal-Verbraucher da nicht ganz durchblicken, dann bringt das auch wenig
„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd.“ Kaiser Wilhelm II

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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von ShinyBing » 15.11.2016, 09:41

W164_63 hat geschrieben:Ich muss auch sagen zum Glück! Ansonsten wäre das auch echt lächerlich und einen solchen Verkehrssünder muss man einfach ausbremsen können.
Das sehe ich genauso.

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Billie
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Re: Bald keine Chance mehr für Führerscheinflüchtlinge?

Beitrag von Billie » 13.04.2017, 09:59

ShinyBing hat geschrieben:
15.11.2016, 09:41
W164_63 hat geschrieben:Ich muss auch sagen zum Glück! Ansonsten wäre das auch echt lächerlich und einen solchen Verkehrssünder muss man einfach ausbremsen können.
Das sehe ich genauso.
Wo kommen wir dahin, wenn solche Verkehrsrowdies nicht aus dem Verkehr gezogen werden können?
Es wurde aber auch Zeit, dass da mal was passierte.
"Wir bauen Autos, die keiner braucht, aber die jeder haben will." (Ferdinand Porsche)

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