Vorsicht bei Autoverkauf Auslands-Schecks

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tom
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Vorsicht bei Autoverkauf Auslands-Schecks

Beitrag von tom » 21.05.2004, 20:56

Vorsicht bei Auslands-Schecks!

Offenbar systematisch klappert eine Autoschieber-Bande mit faulen Schecks in der Tasche derzeit deutsche Autohäuser ab.

Im Saarland hat es im April eine Reihe von Fahrzeugunterschlagungen bei Autohäusern gegeben. Zuvor versuchte die Tätergruppe offenbar in mehreren Fällen deutschlandweit ihr Glück. Die Vorgehensweise: Per Telefon und Fax bekunden die Englisch sprechenden Täter ihr Interesse an einem über das Internet angebotenen Fahrzeug. Für die Briefköpfe werden Firmenanschriften ahnungsloser holländischer Autohändler verwendet. Nach dem Versand des Kaufvertrags trifft umgehend ein Scheck eines ausländischen Kreditinstituts ein. Die Täter begründen dies damit, ein Vermittlungsgeschäft für einen Kunden aus dem entsprechenden Land zu tätigen. Die Banken wickeln den Geldtransfer zunächst ordnungsgemäß ab und die absolut seriös wirkenden Täter reisen an, um den Wagen abzuholen. Wenige Tage später lassen die Betrüger den Scheck platzen und die ausländische Bank veranlasst die Rückbelastung auf dem deutschen Händler-Konto.

Honda-Händler Michael Kerkau aus Einbeck, der auf diese Weise einen CR-V verloren hat, stellte auf eigene Faust umfangreiche Ermittlungen an, da ihm die Unterstützung von Seiten der Behörden äußerst dürftig erschien. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei den Tätern offenbar um eine gut organisierte Autoschieber-Bande handelt, die die unterschlagenen Fahrzeuge von Antwerpen nach Afrika verschifft. Was Händler Kerkau besonders ärgert, ist die Tatsache, dass ihm seine Bank keine Informationen bezüglich des Zeitraumes für eine mögliche Rückbelastung des Schecks gegeben hatte. Schecks aus dem EU-Ausland können innerhalb von sechs Wochen rückbelastet werden. Schecks aus USA sogar innerhalb eines Jahres.

Nur bares ist wahres :wink:

Quelle: kfz-betrieb

AMueller

Danke für die Info

Beitrag von AMueller » 04.08.2004, 11:16

Hallo,
vielen Dank für die Info über die Betrüger. Wäre beinahe auch einer solchen Bande aufgesessen.

Aber die waren noch dreister. Die wollten mir fast das doppelte überweisen und ich sollte die Differenz zurücktransferieren. Im Endeffekt wäre mein Fahrzeug weg gewesen und die hätten von mir noch ein paar tausend Euro extra erhalten - puuuuh!

Gruß
Andreas

jonny

Autoverkauf nach England, tausend Dank für die Info

Beitrag von jonny » 12.09.2004, 12:18

Bin gerade selber in der Situation, dass ein bei autoscout eingestellter Wagen durch eine angeblich in UK beheimatete Frau, aber gerade im Nahen Osten tätig, den Wagen unbesehen kaufen will.
Dafür mir einen Scheck zukommen lässt, der allein für die Abholung des Fahrzeuges durch ein Transportunternehmen 6.000 EUR mehr als der Verkaufspreis von 10.000 EUR, also über eine Höhe von 16.000 EUR zukommen lassen will.
Was mich bisher stutzig machte waren die exorbitanten Transportkosten und dass außerdem keine Adresse bisher genannt wurde und auch nicht die Möglichkeit einer Überweisung genutzt wurde.

Ohne Eure Info wäre ich wohl darauf reingefallen.
:shock:

Grüße jonny

bene.r
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Verkauf nach Spanien, mit der selben Masche

Beitrag von bene.r » 06.10.2004, 18:14

Hallo zusammen und vorweg schon mal vielen Dank an den jenigen der den ersten Beitrag schrieb!
Ich habe mein Auto bei autoscout24 inseriert und bekomme auf einmal eine mail von einem spanischen Autohändler der das Auto unbedingt kaufen will. Wir einigten uns auf den Kaufpreis per email. Der Preis beläuft sich auf 6700 Euro. Er sagte mir dass er einen Bankscheck mit 12700 Euro mir schickt und der Differenzbetrag für Transportkosten und ähnliches sei. Diesen Betrag von 6000 sollte ich dann dem Abholer mitgeben. Das ganze kam mir zwar irgenwie komisch vor aber ich dachte mir ist ja egal hauptsache das Auto ist weg und ich hab mein Geld. Dass man diesen Scheck aber auch noch nach 6 Wochen zurückbuchen kann wusste ich nicht. Ich bin jetzt mit ihm so verblieben dass ich mich bei ihm melde wenn der Scheck da ist, aber was mache ich jetzt wenn der Scheck kommt. Soll ich ihn einfach zurückschicken oder was meint ihr? Ich bitte um schnelle Antwort da der Scheck jeden Tag kommen kann.

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tom
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Nur bares ist wahres

Beitrag von tom » 06.10.2004, 18:24

Hallo zusammen,

also auf so dubiose Autoverkäufe würde ich mich auf keinem Fall einlassen. :!:

Ich Hatte auch schon mal ein Fahrzeug ins Ausland verkauft, der Käufer hat aber mit Bargeld gezahlt. Da ich auf Nummer sicher gehen wollte, hatte ich das Geld in einer örtlichen Bank prüfen lassen. :wink:

Nur bares ist wahres :!: :!: :!: :!:

DarkANgel
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Dankeschön!!!

Beitrag von DarkANgel » 30.10.2004, 21:32

Achtung!
Diese Bande ist immer noch aktiv!
Ich habe meinen Gebrauchten bei AutoScout24.de reingestellt und bekam plötzlich einen über autoscout24.com geschickte E-Mail.
Jemand wollte den Wagen trotz Beulen unbesehen als Zwischenhändler kaufen und per Auslandsscheck bezahlen . Der Scheck sollte 4000€ über Verkaufspreis liegen und vom eigentlichen Käufer ausgestellt sein, quasi 4000€ für den Händler.Diesen Betrag sollte ich dann per Western Union money transfer zurücküberweisen.
Dank eurer Hilfe konnte ich das Geschäft rechtzeitig abbrechen.

Nochmals vielen Dank!
@bene.r: Den Scheck würde ich entweder zur Polizei geben, oder durch den Shredder jagen! Vielleicht kann die Polizei den Absender ermitteln, glaub ich aber nicht wirklich...

bene.r
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Beitrag von bene.r » 31.10.2004, 13:48

Der Scheck kam dann tatsächlich!! Er wurde als Einschreiben zugestellt mit einem Niederländischem Absender. Es ging abe keine Adresse hervor.
Ich habe dann die Annahme dieses Briefes verweigert und der Postbote nahm ihn wieder mit.
Aber aus dieser Aktion habe ich gelernt!!!! Und ich bin heil froh dass es das Forum gibt. Denn bei der Bank konnte niemand eine genaue Aussage treffen wie lange man Auslandsschecks wieder zurückbuchen kann.

Colt
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Beitrag von Colt » 02.11.2004, 12:51

ALso ich hab hier auch gerade eine Anfrage. Ist angeblich eine Firma aus der Nähe von London, die im Auftrag von Kunden aus aller Welt Autos einkauft. Auskunft auf meine Frage nach Adresse und Infos über die Firma habe ich nie bekommen, nur eine Telefonnummer mit englischer Vorwahl. Die wollten aber möglichst noch ein paar Bilder vom Motorraum und dem Innenraum. Wenn wir uns einigen würde eine "Agent" von ihnen vorbei kommen und den Wagen abholen. Auf Schecks lasse ich mich sowieso nicht ein, aber wenn man den Wagen vorher stillgelegt hat und sich das Geld barzahlen lässt, dürfte doch eigentlich nichts abrennen oder? Das Bargeld würde ich natürlich vorher auf einer Bank auf Echtheit überprüfen lassen.

email Adresse der Firma ist globalcars@faster........

Hat da jemand schon Erfahrungen mit gemacht? :x

Colt
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Hier mal ein typischer Mailverkehr als Beispiel

Beitrag von Colt » 02.11.2004, 13:14

So ging es los auf meine Anzeige bei Autoscout24.de:

Hello, we saw your ad., and we have an intrested
client for your .....................and is placing an offer of (EUR ........)please, acknowledge our offer, or indicate your last asking price. Thanks. Mgt.


Darauf meine Frage:
Hello, Where is your company based and how would a deal work out? Sorry for my question but i never sold a car outside germany and i have no idea how it work with insurance, taxes etc.
Please let me know! Your offer would be fine and the car is still available.

Darauf die Antwort:
Hello, Thanks for acknowledging our offer, accept my apologies for the delayed response, my client placed an offer on your vehicle after duely considering your vehicle's description however,he requested that you should provide pictures showing the various views of your vehicle including front,back,sides,interior and engine. Also, he requested that you confirm if the description of your vehicle is still the same as indicated in your ad., or, you should indicate any depreciation of any sort if any. Lastly do give us an update of the present performance condition of the vehicle so that we can able to ascertain the present condition of the vehicle and consequently proceed with transaction. We will proceed with transaction as soon as all the above requirements are met. Hope to hear from you soon.

Ich habe dann nochmal nachgehakt doch bitte meine Frage über seine Firma zu beantworten, darauf kam dann diese email:

Hello,
Thanks for your mail, we are a procurement company involved basically in intermediation betweem buyers and sellers of pre-owned vehicles and we are located in ................London, UK. With affiliates around the US and Canada. After duely concluding all financial procedures, our international shipping agent will come for pickup and delivery of the vehicle. You can contact us on this number : +44........... so that we can further discuss on this transaction.We usually charge our clien'ts what is called finders fee (commision).
Hope to hear from you soon.

Tja und das ist jetzt der Stand der Dinge, mal sehen was als nächstes kommt oder ob die jetzt Ruhe geben, weil ich evtl. zuviele Fragen stelle ;-)

Ich muss dazu sagen, dass ich einen ähnlichen Fall vor ein paar Wochen schon mal hatte. wo mir auch eine Zahlung per Scheck mit dem doppelten Betrag für Transport etc. angeboten wurde und Rest zurück überweisen etc. Das hab ich schnell geblockt, weil mir das spanisch vorkam. Mal sehen ob das wieder eine ähnliche Masche ist oder was neues oder am Ende gar mal was seriöses? wer´s glaubt wird selig ;-)

CARter Bleifuß
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Beitrag von CARter Bleifuß » 03.11.2004, 22:45

Schon der Hammer.
Haben doch auch schon ein paar Autos verkauft und dachten schon über Scheck-Geschäfte bescheid zu wissen. sechs Wochen - 1 Jahr

:shock:

Eniac
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Nigeria-Connection

Beitrag von Eniac » 05.11.2004, 12:16

Tach zusammen,

diese Art des Scheckbetrugs ist eine Variante der sog. Nigeria-Connection, die seit Jahren ihr Unwesen treibt. Die Masche, die auch oft bei höherwertigen eBay-Auktionen praktiziert wird, läuft immer gleich ab: Zuerst wird die Ware gekauft und per faulem oder gefälschtem Scheck bezahlt, wobei sich die Gangster dummerweise immer um einige tausend Euros vertun. Dann wird gebeten, den Differenzbetrag per Western Union oder Moneygram Transfer zurück zuüberweisen. Wenige Tage später platzt dann der Scheck und man ist sein Geld los und wenn's dicke kommt die Ware oder das Auto auch noch.

WUXfer oder Moneygram ist anonym, es genügt die Angabe eines Passwortes und der Gangster braucht sich gegenüber der auszahlenden Agentur nicht ausweisen; die Spur des Geldes lässt sich also nicht zurückverfolgen!

Andere Varianten sind angebliche Lotteriegewinne ("AWARD WINNING NOTIFICATION") oder Millionen aus Westafrika, für die dringend ein Erbe gesucht wird("URGENT BUSINESS PROPOSAL") und die eines Tages unverhofft in der emailbox landen. Vor der Auszahlung der Milionenbeträge sind natürlich erstmal saftige Gebühren, Bestechungsgelder oder mindest Bankeinlagen vorzugsweise per Western Union zu entrichten; naja und den Rest kann man sich dann denken...


Eniac

secondchaper
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Vorsicht Scheck betrüger beim Autokauf/verkauf

Beitrag von secondchaper » 27.01.2005, 21:37

Hallo,hier ein paar Adressen von "Autokäufer" die mit dieser Masche auftreten..... :!:

"jerry"/jerry1autos@yahoo.com

"Marc garland"/mgarland@fastermail.com

"john hoggs"/johnhoggs_intl@yahoo.com

"frank"/frankmlotautos2000@yahoo.com

"maria kenedy"/europeancars2005@yahoo.com

Achtung:Bei diesen Leuten ist VORSICHT geboten!!!!!! :twisted: :!:

piet1982
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noch`n Kanidat

Beitrag von piet1982 » 10.04.2005, 17:06

Bei mir meldete sich ein "Mr. Tony More", der für eine Interessentin in England ein Auto europäischer Machart suchte... Falls jemand Post bekommen sollte :evil:

privatjet
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Beitrag von privatjet » 11.04.2005, 13:50

Uralte Nummer... da sollte so langsam mal keiner mehr drauf reinfallen.

Gerne sind da auch Nigerianer usw. dabei.

oli216
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immer noch aktiv

Beitrag von oli216 » 10.08.2005, 08:42

also bei mir wurde die scheis*e och angeboten...och mit 6000 oiro von denen und 4000 wieder zu bla bla bla... also immer noch aktiv die spinner!!!

ABFAAT!

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