Motorschaden A3 nach Durchsicht - Hilfe und Rat gesucht !!!

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t9900
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Motorschaden A3 nach Durchsicht - Hilfe und Rat gesucht !!!

Beitrag von t9900 » 22.05.2006, 17:03

Hallo Leute !

Hoffe Ihr könnt mir nen Rat oder Hilfe geben.

Meine Freundin fährt einen Audi A3 1.6 (100 PS) Benziner. Das Auto war damals neu und ist jetzt 4,5 Jahre alt mit 90.000 km. Wurde immer zu den Durchsichten in eine Audi Vertragswerkstatt gebracht, gab nie Probleme.

Zusätzlich leuchtete seit ca. 5-6 Monaten oft die Warnanzeige (gelb) im Display kam. Nach sofortigem kurzem Check in der Werkstatt wurde der Temperatursensor diagnostiziert. Es lief auch ständig der Lüfter vom Kühler nach, auch wenn man nur 100m oder so gefahren ist. Die Temperaturanzeige ging auch nicht höher als ca. 60 Grad. Laut Werkstattaussage würde das bei der nächsten Durchsicht (der 90.000) mit gemacht, wäre im schlimm bzw. dragisch.

Da das Auto nun 4,5 Jahre alt ist haben wir uns entschlossen, die 90.000 km Durchsicht bei einer freien Werkstatt machen zu lassen, incl. dem Motorölwechsel und dem Temperatursensor.

Jetzt ist folgendes passiert :

1-2 Tage nach der Durchsicht leuchtet die Warnanzeige (gelb) im Display erneut auf, trotz gewechseltem Temperatursensor. Werkstatt hat den Fehler gelöscht und sagte wenn er wieder kommt müssen wir noch mal kommen. 1 Tag später .. selbes Problem. Wieder hin in die Werkstatt, war einen Tag dort, defektes elektronisches Thermostat wurde diagnostiziert und Teil gewechselt. Kein Fehler mehr, Temperatur geht wieder auf 80-90 Grad hoch (je nach Fahrweise und Außentemperatur eben).

Nach ca. 1 Woche, leuchtet die Ölkontrolleuchte. Wieder zur Werkstatt .. es fehlen 2,5 Liter Mororöl !!! Kein Fleck oder so unter dem Auto, sollen wir beobachten (kam mir schon komisch vor).

Nach ca. wieder einer Woche, leuchtet die Ölkontrolleuchte erneut ! (Ölmeßstab bis unten hin trocken) Wieder in die Werkstatt .. es fehlen erneut mindestens 1,5 Liter Motoröl !!! Kein Fleck oder so unter dem Auto.

Zundkerzen raus (die wurden bei der Durchsicht auch mit gewechselt), Zündkerzen sind naß, verschmiert und ölig. Kompressionsdruck wurde gemesen und entsprach nicht den Vorgabewerten.

Für mich klassischer Motorschaden !

Die Werkstatt hat jetzt Ihr verwendetes Öl prüfen lassen (0W30 Loglife) .. war i.O.

Ölprobe des nach der Durchsicht ca. 1.500 km gefahrenen Öles des Audi prüfen lassen, nicht i.O. !!!

Jetzt sagt die Werkstatt, es hätte am damaligen Problem mit dem Thermostat gelegen bzw. das der Mortor nur ca. 60 Grad warm geworden wäre. Sie wollen keine Haftung übernehmen.

Ich sehe das so : Bei der Durchsicht ist zu wenig Öl aufgefüllt worden, anschleißend ist es dadurch zum Schaden gekommen.

Meine Frage : Kann es wirklich an dem Thermostat gelegen haben, was könnte es sonst sein bzw. will sich die Werkstatt aus der Gewährleistung stehlen ???

Noch was : In den 4,5 Jahren die das Auto alt ist wurden außerhalb der Durchsichten nur 0,5 Liter Öl nachgefüllten. Der Ölstand wurde regelmäßig entweder von mir oder dem Vater meiner Freundin kontrolliert. Gab nie Probleme.

Was denkt Ihr zu der Geschichte ???

luniz5
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Beitrag von luniz5 » 23.05.2006, 23:28

Ich schätze mal die Werkstatt ziehlt darauf ab, dass der Motor daran gestorben ist, dass er nicht mehr richtig warm wurde. Das hätte dann zur Folge, dass das Gemisch ständig angereichert wird. Ein Teil des Kraftstoffes kondensiert an der "kalten" Zylinderwand, läuft an den Kolbenringen vorbei in die Ölwanne und wäscht dabei den Schmierfilm ab. So ist das jedenfalls nach jedem Kaltstart, aber bei 60°C eigentlich nicht mehr. Mir ist bis jetzt jedenfalls kein Fall bekannt, in dem ein Motor an "Unterkühlung" gestorben ist. Bei Eurem Motor, Motorkennbuchstabe sollte APF sein, ist die Motorkühlung Kennfeldgesteuert, deshalb auch das el. Thermostat. In wie weit das eine mit dem Anderen zu tun hat kann ich jedoch nicht beurteilen.

Mir stellt sich aber noch eine andere interessante Frage. Du schreibst die Werkstatt hat Longlife Öl 0W30, vermutlich nach VW Norm 503 00, verwendet. Wurde der Wagen deiner Freundin schon immer nach dem Longlife System gewartet? Laut Audi und VW sollen alle Fahrzeuge ab Modelljahr 2000, da würde eurer ja reinfallen, nach dem Longlife System gewartet werden. Zu erkennen sind diese Fahrzeuge an der >PR< Nummer QG1 im Farhzeugdatenträger. Laut Rep.Anleitung dürfen Motoren, die nicht nach Longlife gewartet werden auf keinen Fall mit Öl nach VW Norm 503 00 befüllt werden, weil es sonst zu Motorschäden kommen kann.

Wenn der Audi deiner Freundin Longlife fähig ist und auch sonst alles an dem Wagen i.O. ist, halte ich deine Theorie mit zu wenig Öl eingefüllt für am warscheinlichsten. Allerding meine ich hätte die Öllampe dann sofort aufleuchten müssen. Weiterhin dürfte es sich recht schwierig gestalten der Werkstatt das nachzuweisen. Einzige Möglichkeit wäre warscheinlich eine elektrische Zapfanlage für das Öl, zu der es dann auch ein Entnahmeprotokoll gibt, in dem auch die Auftragsnummer aufgeführt ist.

Kalrheit darüber, was dem Motor genau fehlt, und woran er letztenendes kaputt gegangen ist kann vermutlich nur eine genaue Untersuchung bringen, bei der der Motor komplett zerlegt wird. Das ist aber sehr kostspielig.

Ich würde an der Ölprobe dranbleiben, und versuchen herauszufinden was genau die Untersuchung ergeben hat.

Gruß
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t9900
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Beitrag von t9900 » 24.05.2006, 09:14

Der Motor muß lt. Vorschrift im LongLife Service gewartet werden. Das heist aller 30.000 Km oder 2 Jahre ist ein Ölwechsel durchzuführen. Wurde bisher immer von einen Audi Vertragspartner germacht .. wie gesagt, immer ohne Probleme. Wagen ist Scheckheft gepflegt bzw. ist das auch nachweisbar.

Komisch ist nur, das das Problem mit den fehlenden 2,5 Liter Motoröl erst nach dieser letzten Durchsicht aufgetrten ist. Wäre das früher schon gewesen, hätte man ja pro Woche 2,5 Liter = pro Monat 10 Liter Öl auffüllen müssen und das über Monate. ! Wer macht das schon bei den Preisen für 0W30 bzw. ist das ja auch Schwachsinn.

Ich denke mal das die Werkstatt einfach Mist gemacht hat und jetzt nicht dazu steht.

Bin mal gespannt wie die Sache weiter geht. Jetzt kommt erst mal ein KFZ Gutachter. Wenn das nichts bringt .. muß der Motor raus und zum Motordienst zur Analyse. Na und dann freut sicht der Anwalt .. ;-)

Die Sache ist aber trotzdem schon jetzt sehr nervenaufreibend !

luniz5
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Beitrag von luniz5 » 24.05.2006, 11:54

Klar, wenn das vorher schon gewesen wäre, dann wärt Ihr warscheinlich gar nicht mehr so weit gekommen. Bei 2,5 l pro Woche muß schon richtig was faul sein. Auch vom zeitlichen Ablauf her ist es schon sehr naheliegend, dass die Werkstatt einen Fehler gemacht hat. Das ist natürlich eine sehr ärgerliche Situation.
Ich bin sehr daran interessiert wie das weiter geht. Habe nämlich selbst ein paar Jahre für einen Motorenhersteller solche Motoranalysen aufgrund von Garantie- und Kulanzanträgen durchgeführt. Würde mich freuen, wenn Du die weiteren Ereignisse hier postest.

Gruß
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t9900
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Beitrag von t9900 » 13.06.2006, 09:18

So, die Werkstatt bestreitet noch immer das sie was falsch gemacht haben. Ein Gutachter war zwar da, konnte aber nicht feststellen was defekt ist. (wie denn auch, der Motor muß aufgemacht werden !!)

Die Werkstatt hatte zwar einen Austauschmotor angeboten, wir haben auch angenommen .. Angebot wurde aber von der Werkstatt zurück gezogen.

Naja, wir haben heute nen Termin beim Anwalt. Mal sehn wie es weiter geht ..

T9900

luniz5
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Beitrag von luniz5 » 13.06.2006, 11:49

Schätze mal der Anwalt der Werkstatt hat dazu geraten das Angebot mit dem AT-Motor zurückzuziehen. Das käme nähmlich einem Schuldeingeständnis gleich.
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Beitrag von t9900 » 13.06.2006, 17:38

So .. wir waren heute fast 1,5 Stunden bei der Anwältin.

So wie es zur Zeit aussieht, wird es wohl zu einem Verfahren kommen. Durch die Anwältin wird die Werkstatt und deren Haftpflichtversicherer erst noch einmal angeschrieben, Zwecks außergerichtlicher Einigung.

Falls es doch zum Verfahren kommt, kann das aber leider dauern bis es losgeht :cry:

Ich halt Dich auf dem laufenden, wir bleiben dran .. 8)

t9900
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Und es geht weiter ..

Beitrag von t9900 » 14.09.2006, 06:07

So, die Sache ist nun soweit das wir bzw. unser Rechtsanwalt Klage bei Gericht eingereicht hat.

Die Gegenseite hat sich bis heute nicht gemeldet, trotz Aufforderung zur Stellungnahme und ausergerichtlichen Einigung.

Nicht mal eine Entschuldigung oder etwas in der Richtung .. gar nichts !

Ich halte Euch auf dem Laufenden ..


T9900 :evil:

luniz5
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Beitrag von luniz5 » 14.09.2006, 13:46

Hi t9900!

Bin weiterhin gespannt, wie die Sache Ausgeht.

Eine Frage mal so aus Neugier: Wo befindet sich der A3 eigentlich gerade? Bei Euch zu Hause, in der Werkstatt oder beim Gutachter? Fahrbereit ist er ja schließlich nicht. Oder habt ihr den Motor mittlerweile tauschen lassen? Deine Freundin muss ja mit irgendwas fahren. Wie wird das in so einem Fall gehandhabt?

Gruß
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Beitrag von t9900 » 14.09.2006, 18:22

Hi Luniz5 !

Für den PKW haben wir eine Garage angemietet und ihn dort untergestellt.
Wird ja bald Winter .. am Motor wurde nichts gemacht.

Na fahren tut er schon noch .. brauch nur 2,5 Liter Öl (Longlife) pro Woche und das für 20 Euro der Liter !! :cry:

Außerdem darf man lt. StVo keine stillgelegten PKW auf öffentlichen Straßen abstellen.

Zur Zeit fährt sie mit dem PKW ihrer Eltern, irgendwie muß sie ja auf Arbeit kommen .. das wird wohl auch noch ne Weile so bleiben :cry:


Gruß T9900

t9900
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Es geht weiter ..

Beitrag von t9900 » 04.05.2007, 07:44

Hallo alle zusammen !


Zum Stand der Dinge :

Motor wurde bei Audi zelegt und es wurden "nur" verhärtete Ventilschaftdichtungen gefunden. Lt. Gutachten ist von dort das Motoröl in den Brennraum gelangt, wurde dort mit verbrannt und über die Abgasanlage mit ausgeschieden.

Meine Frage wäre : Können Ventilschaftdichtungen von heute auf morgen so verhärten, das ein PKW in so kurzer Zeit so viel Öl dadurch verbrennt ?

mfg.

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